Dienstag, 23. Januar 2018

Meine Eckbank aus Voll-Nuss in extra variabel



Meine alte Eckbank hat nur mehr genervt, nur mehr geknarzt, und der Sitzkomfort war auch eher bescheiden.... durch einen Zufall, der Arbeitskollege hieß, kam ich zu einem ganzen Nussbaum, bereits aufgeschnitten und trocken. Also wer da nicht zuschlägt ist selber schuld.
Also haben meine Frau und ich eine Eckbank daraus gebaut, aber nicht nur so starr, wie man das aus den Möbelhäsuern kennt, sondern auf mehr Platz erweiterbar.


Das ganze war eine leichte herrausforderung, und war nicht an einem Tag gebaut......
Im Ganzen habe ich über 1,5 Jahre daran gearbeitet, wobei es zwischendurch Phasen der Lustlosigkeit gab. Aber ich habe mir vorgenommen, dass ich zu. 31.12.2017 damit fertig bin, was ich leider nicht ganz geschafft habe, es war der 1.1.2018....
Hier ein paar Bilder zum Bau:

Zuerst haben wir uns einen Plan über die längsten Teile gemacht, und die schönsten Stücke dafür hergenommen, Also Lehnen und Sitzflächen. Diese passend geschnitten. und mit der Flex geschliffen, dabei war der Schleifmittelverbrauch sehr hoch.
















Dann haben wir die Steher geschnitten und zusammengemacht, die äußeren dabei etwas mit Naturrand im inneren belassen und mittels eingeklebten Alustreben verschönert.


Mittelteile verleimt


und wieder schleifen


Außenteil fertig













Dann habe ich alles mal aufgelegt und die fehlstellen mit Epoxy gefüllt, schließlich hätte man doch gerne eine gerade Oberfläche.
Dies alles wieder geschliffen; mann das epoxy schniert die Blätter in Null-Komma-Nix zu, wird wohl doch Zeit, für den Kirschen Ziehklingensatz.....


noch etwas den Sockel nachschneiden













Jetzt wurde es mal Zeit für den ersten Zusammenbau; also die Bänke


Sitzprobe bestanden


Verleimung beschwert















Dann wurde es Zeit die Teile zueinander anzupassen, und auch gleich an die örtliche Gegebenheit (Heizkörper) und Nicht im winkel Mauer angepasst. dazu musste natürlich auch der Heizkörper ordentlich versteckt werden, also ran an die Stichsäge ..... mein Kreg-Jig hat mir die Montage deutlich erleichtert










Dann konnten mal die ersten beidenTeile gestrichen werden, ich habe hierfür einen 1K Möbellack von Tiger verwendet, der war stinkt wie nur sonst was, aber aber dafür extra hart wird!

Dann kam der Moment der Wahrheit, die erste Montage vor Ort!
Dazu musste erst mal die alte Eckbank raus, was mir ein riesen Vergnügen bereitet hat; endlich muss ich das Ding im 70er Style nicht mehr sehen!!!!!


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Bohrlöcher für die Dübel erst vor Ort markiert

zusätzliche Auflageleisten für die Heizkörperabdeckung montiert

Es wird......

Die ersten beide Teile montiert
















Tja, und was macht man, wenn die ersten beiden Teile stehen?
Naja die Vorbereitungen für das letzte Teil anfangen.




Und dann nicht weiter......
Erst zum Weihnachtsurlaub konnte ich mich aufraffen weiter zu machen....

Aber dann gleich richtig! Alles noch vormontiert, zugeschnitten, und gestrichen..... dabei habe ich vom LuxusLack gleich mal eine halbe Dose am Boden verteilt, und eben aus diesem grund wurde ich erst am 1.Jänner 2018 damit fertig, weil das Lackmassaker mir einen Tag gekostet hat.......

Wieso ist da jetzt Luft? Ahja.... die Sägeblattbreite fehlt jetzt

Distanz angezeichnet

Eckteil montiert

Beide Richtungen passen

Finale Zuschnitte

Wieder Schleifen

Ein bisserl fräsen

Stehtisch kam hinzu

Wegklapppen funktioniert

Über eine halbe Dose Lack am Boden verteilt +grml**

Erster Anstrich

Zwischenschliff

Schaniere einkürzen

Stehtischfixierung noch eingedübelt

Fixierung des offenen Stehtisches montiert

Filzzwischenstück zuschneiden


So jetz ist zwar die Eckbank, samt Stehtisch bei Nichtbenutzung der XL Eckbank fertig, aber was mache ich jetzt mit dem Tisch????? Der passt irgendwie so gar nicht dazu.....
Muss wohl noch mal an die harte Nuss ran....





Dienstag, 7. März 2017

Waschtisch aus Eiche Massivholz - Maßarbeit

Nach einer etwas längeren Pause möchte ich heute ein Möbelstück zeigen, welches ich in ein Badzimmer montiert habe.
Einen Waschtisch, der die Waschmachine beinhaltet mit 2 Einlegeböden, einer davon höhenverstellbar.
Der Bau ist eine Sache, der Aufbau eine andere.... das musste ich leider auch lernen.
Leider war das Bad nicht um die Ecke, also musste ich meiner Maßarbeit vertrauen....

Zuerst habe ich keine passende Eichenplatte gefunden, die halbwegs bezahlbar gewesen wäre, also habe ich mich entschieden, 2 Leimholzplatten in der Stärke von 27mm zusammen zu leimen.
Zuschnitt im Freien, weil ich die Länge hinter der Kreissäge nicht habe

und so lange Zwingen hatte ich auch nicht
Dann habe ich die Platte mal zum Bestimmungsort gebracht, wo wir das weitere Konzept erarbeitet haben.
In der Werkstatt die Füße geschnitten, verleimt und geschliffen. auch gleich die verstellbaren Möbelfüße angebracht.

Schleifen im Freien

Anprobe der Möbelfüße

Möbelfüße montiert

Dann hatte ich das Grundgestell jedoch sollten ja noch 2 Einlegeböden rein, davon einer fix. Und nachdem ich das noch nie gemacht hatte, hat es mich gewundert, dass ich mit der Tischkreissäge den Ausschnitt so schön hinbekommen hatte.

Sicherheit hat Vorrang!

Distanzhalter geschnitten und das Gestell mal verleimt.

Nachdem ich die große Platte auf das gewünschte Maß gebracht habe, habe ich mir gleich die 2 gebogenen Profile nach geschnitten und diese in der benötigten Tiefe eingefräst.














Dann die Leisten für die durchbrochene Füllung geschnitten und jede Leiste einzeln eingepasst.
Nach dem ersten Boden habe ich mal Schluss gemacht

Notwendiges Verleimgewicht?!

Zweiter Einlegeboden am Entstehen

auch dieser fertig
Dann habe ich alles geschliffen und lackiert. Wenn diese Zwischenschliffe nicht wären......

Natürlich sollte man auch die Löcher für den höhenverstellbaren Boden bohren, das habe ich bewusst erst nach dem Lackieren gemacht, um keine Beeinträchtigungen durch Lack zu haben. Dazu habe ich mir eine Schablone gemacht, aber da diese exzentrisch ist, musst ich für die jeweilige andere Seite die Schablone umbauen. Um nicht die falschen Löcher zu verwenden, habe ich Regelträger eingesteckt.
Bohrschablone

6 Löcher in einer Reihe

Bohrschablone umgebaut und die falschen Löcher blockiert


erste Anprobe des gesamten Waschtisches

Soweit in der Theorie fertig, kam nur noch der Aufbau.... Das dieser knappe 5 Stunden dauern sollte, hatte ich nicht eingeplant. Aber der Heimwerker von heute lebt in der Lage, und hat für alles alles mit....
Diese Logistik im Badezimmer.... Platte hatte drinnen keinen Platz also draußen ablegen (gefühlte 30 mal)

Das ganze ist zwar in der Waage, aber zu tief; also Leisten dazwischen montiert

Ein kleiner Werkzeugstreifzug von Bosch

Waschmaschinenanschluss nach unten ?!

bekommt man auch hin

Waschbecken muss auch drauf

fehlt nur noch der Wasserhahn
Kurzum, mir ist es lieber, wenn ich unmittelbar und bei jedem Schnitt nachmessen kann, und mich nicht auf meine Maße verlassen muss. Es ist sich alles ausgegangen, am mm genau.

Dienstag, 10. Januar 2017

Räuchermann im Schneemann-style

Ich hatte mal ein Räuchermännchen aus dem Erzgebirge vererbt bekommen, das war zwar optisch schön anzusehen, jedoch die Funktion war nicht wirklich gegeben, also der Räucherkegel ging regelmässig aus.
Also wollte ich mal was neues ausprobieren, und da ja derzeit auch Schnee liegt, habe ich ein paar Räucherschneemänner gemacht.

Nun ja, wie macht man soetwas? Ich habe mir das Räuchermännchen als Vorlage für das System genommen, und das Schneemännchen einfach aus einem 10*10er Kantel Fichte gedrechselt.
Zuschnit mit der Bandsäge

Einmal rund gemacht und die Kugelgrenzen angezeichnet

Mit der KDV die Kugeln gemacht

Innenarbeit und Loch für Rauchauslass gebohrt

Den Hut auch aus dem gleichem Stück gemacht

Auch den Sockel

Räuchersockel festgeschraubt und die Luftlöcher gebohrt

Auch die Nase ist gedrechselt
Da mir die nur-Sockel Variante nicht gefalen hat, habe ich einfach Freihand mit der Bandsäge ein paar Reststücke bearbeitet, dann grob die Mitte angezeichnet, und mittels Lochsäge ein Loch gesägt.
Die Sockel mit der Bodenplatte verleimt, noch ein paar Distanzstücke unten angeklebt und  das ganze abgerundet und gestrichen.

Die erste Räucherprobe ging voll daneben, der Räucherkegel ging ebenfalls aus.....
Dann überlegt, woran das liegen könnte, und Nummer 1 bekam eine Kernbohrung in den Kopf, und der Hut mittels Dübel auf ca. 3mm Distanz gebracht. Und siehe da, er rauchte! Geht doch.

Aus dem Fehler der falschen Bohrung gelernt, und die beiden anderen schon anders gebohrt.
Jetzt wusste ich auch, warum das Erbstück nicht rauchte.... Einfach auf Masse gemacht, ohne die Funktion zu testen.














Die Hüte schwarz lackiert, die Nase rot, und die Knöpfe aus Dübel hergestellt. 2 Schneemänner habe ich weiß lackiert, und Nummer 1 blieb natur, mit einer Schicht Klarlack drauf. Dann die Einzeile der Schneemänner zusammengeklebt und meine Frau hat  die finalen Malarbeiten übernommen.

Und ja sie rauchen, besser als ich mir das vorgestellt hatte. Thermisch gesehen, wird das Holz zwar warm, aber weder innen noch außen heiß. Also alles richtig gemacht. Jetzt kommen noch ein paar Räucherbäumchen dazu, und dann vielleicht auch mal ein richtiges Räuchermännchen/Räucherweibchen.