Mittwoch, 6. Januar 2016

Ich baue mir eine Bank

Als wir in die vorige Wohnung eingezogen sind, haben wir uns vom schwedischen Möbelhaus einen Tisch samt passender 4 Sessel gekauft. Damals war auch kein drittes Kind in Planung....
Jetzt, wo Tochter Nummer 3 schön langsam auch einen eigenen Sessel haben wollte, hat der natürlich gefehlt. Nachkaufen wollte ich den Sessel nicht (keine Ahnung, ob es die Serie überhaupt noch gibt...), aber der Farbunterschied wäre deutlich mehr aufgefallen... Also wir bauen eine Bank...
Aus dem Baumarkt meines Vertrauens (Hornbach) 2 Multiplexplatten gekauft und auf dem Dachgepäcktsträger die 120 km transportiert.
Die Abmessungen waren durch den Tisch vorgegeben, schließlich sollte die Bank ja zwischen die Tischbeine reinpassen. Nur einfach schlicht gezimmert wollte ich nicht, also ein paar Schmankerl haben schon sein müssen (Verbund, Rundungen, etc). Also hat meine Frau mal einen Entwurf eines Seitenteils gezeichnet.
Dann habe ich mal die geraden Teile geschnitten, und auf das Reststück haben wir die 4 Seitenteile aufgezeichnet.Diese habe ich dann mit der Stichsäge grob zugeschnitten.














Warum nur grob? Um die Platten aufzudoppeln, also aus den 4 Seitenteilen 2 zu machen. Also mit fast allen verfügbaren Zwingen die Seitenteile verleimt, und am nächsten Tag genau zugeschnitten.













Dann beide Seitenteile auf gleich geschliffen, dazu nahezu alle Schleifer verwendet, die ich in der Werkstatt gefunden habe.
Dann die Ausklinkungen mit der Stichsäge geschnitten und mit der Black & Decker Powerfeile nachgeschliffen. Die erste Passprobe verlief soweit ok, jedoch musste ich noch etwas nachschleifen.









 Dann haben wir den Unterbau winkelig verleimt und die Bohrungen für Undercover-Schrauben und Dübel gesetzt.



Natürlich habe ich alle Sichtseiten mit der Oberfräse abgerundet, und auch gleich nachgeschliffen.
Der Zusammenbau gestaltet sich etwas kompliziert, denn wer hat schon 2 oder mehr Zwingen daheim mit 137 cm Spannweite? Also mussten 2 Spanngurte herhalten. Eine erste Sitzprobe ergab, dass die Platte zu viel nachgab, also habe ich eine kleine Ausgleichsleiste montiert.

Und wozu hat man Bierkisten in der Werkstatt? Die Bank darauf gestellt, somit eine angenehmere Arbeitshöhe erreicht, die Bank fertig geschliffen, und mit einem Möbellack 3 mal gestrichen.

Dann kam die Frage der Fragen, wie transportiert man das Ding?  Nach etwas Sesserlrücken hatte die Bank Platz im Auto.
Wozu hat man sonst ein Raumschiff?

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Weihnachtswindlicht

Ich hab mal wieder experimentiert....
Und rausgekommen ist ein Weihnachtswindlicht aus Leimholz

Ich habe einfach mal ein paar Restholzstücke, für es mir zu schade war, um in den Ofen zu wandern halbwegs passend geschnitten, und verleimt.

Nachdem ich das ganze mal rund gemacht habe, habe ich mir eine Bohrauflage gemacht, wo das "Rundholz" pararell zum Bohrtisch und rechtwinkelig zum Bohrer steht. Dann eine Vorlage aufgeklebt und immer rechtwinkelig reingebohrt.















Dann das ganze wieder in die Drechselbank eingespannt, innen heraus gearbeitet, geschliffen, geölt, Teelicht samt Glaseinsatz rein und fertig.
Ist zwar nur ein kurzes Projekt, aber ich finde man kann es leicht nachmachen, wenn man das benötigte Werkzeug hat.




Donnerstag, 5. November 2015

Die Bandsägen-Drechsel-Lampe aus Zirbenholz

Ich habe ja einen leichten Lampentick, wie ja vielleicht manche schon mitbekommen haben.
Jetzt war es wieder einmal soweit: ich wollte mir eine Zirbenlampe drechseln, aber das ganze ressourcenschonend.
Also habe ich mal ein passendes Stück Zirbenholz in die Bank gespannt und mal rund gemacht. Hier wurde bereits beim Zuschnitt darauf geachtet, dass das Stück dann unter der Bandsäge Platz hat.

Mit der Bandsäge habe ich dann das Stück entkernt und dann den Schirm wieder verleimt. Auch habe ich eine Opferplatte an den Schirm geleimt, um ein einfacheres Einspannen zu ermöglichen.















Da bei einer solchen Aktion ja der Lampenschirm das Sensibelste ist, weil er schön dünn sein muss, habe ich begonnen diesen so zu bearbeiten, dass das Licht schön durchfällt. Am Ende hatte ich oben eine Wandstärke von 0,5 mm, und nur ganz unten habe ich aus optischen Gründen etwas mehr Holz gelassen.













Dann habe ich den Lampenfuß aus dem herausgetrennten Mittelteil gedrechselt. Dabei an die  Fassung angepasst, damit diese etwas versenkt ist.













Dann die Elektroinstalltion fertig gestellt, und mir überlegt, wie ich jetzt den Lampenschirm an die Lampe bringe... Habe dann einfach mir aus Sperrholz passende Versteifungsringe gefertigt, und diese in den Lampenschirm eingeleimt.

Noch ein paar Impressionen von der Lampe: Das letzte Foto zeigt die Lampe als alleinige Lichtquelle im Raum. Die Lampe hat eine Höhe von 30 cm und einen Durchmesser von 14 cm. Die verwendete LED-Lampe hat 8 Watt, und wird an der Glaskolbenaußenseite zwar warm, aber nicht zu heiß. Die Lampe ist ohne jedliche Endbehandlung geblieben, ich finde, es hätte den Charakter zerstört.














Die nächste Lampe existiert auch schon, wenn auch nur in meinem Kopf...